Nachlese 5. Forum zu Biodiversität & Ökosystemleistungen

Das Forum 2022 fand am 17.11.2022 im Haus für Natur, Museum Niederösterreich statt.

120 Forscher:innen und Expert:innen von Universitäten und Museen und Nationalparks, Naturschutzbeauftragte von Ländern, Bund und Gemeinden,  von NGOs, Dachverbänden und Privatinitiativen sowie privat Interessierte trafen sich – nach 2 Jahren digitaler Durstphase – endlich auch wieder in Präsenz, um sich über die Möglichkeiten des Wandels zum naturverträglichen Menschen auszutauschen.

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Moderator Christoph Rohrbacher (eh. ORF-Tirol) führte hochprofessionell durch die Veranstaltung, die das Publikum vor allem durch die Präsentationen von 6 Erfolgsgeschichten der Biodiversität aus ganz Österreich aufmunterte und motivierte. Schon im Vorfeld des Forums, am 10.11., hatten sich online 8 verschiedene biodiversitätsfördernde Projekte einer Zuhörerschaft vorgestellt. Dazu zählten

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Am FORUM stellten ihre Projekte vor:

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2 Keynotes aus der Wissenschaft beleuchteten den Hintergrund sowie essentielle Faktoren, die am Weg zu einer erfolgreichen Transformation berücksichtigt werden müssen. Fr. Dr.  Heidi Wittmer vom UFZ in Leipzig präsentierte dazu Ergebnisse einer aktuellen Studie mit dem Titel „Transformative Change for a sustainable management of global commons – biodiversity, forests and the ocean. …“ 

Frau Mag. Magdalena Wicher vom IHS ging in ihrem Vortrag von den politischen Steuerungsmechanismen zum Wandel der internationalen und EU-Ebene aus. Aus der Sicht der u.a. Umweltpsychologin beschrieb sie die eigene Mensch-Umweltbeziehung als wesentlichen Erfolgsfaktor für Veränderungen. Mit einem großen Fragenzeichen versah sie das herrschende Ziel des wirtschaftlichen Wachstums. Beide Vortragende schlugen neue und positive Narrative abseits der verharrenden Apparate – unter dem Bild des „Menschen in der Natur“ – vor. Vordefinierte Ziel- und Leistungsangaben sind passé, da viel zu einengend. Weiterdenken statt Abwinken, Unsicherheiten in Kauf nehmen, mit einem gemeinsamen Bild vor Augen, das erreicht werden soll. Die Beispiele aus der Praxis zeigten, dass dies vor allem in kleineren Gesellschaften, wo Menschen einander täglich begegnen und in die Augen schauen, gelingt.

Herr DI Christian Holzer (Sektionschef Abtg.V BMK) und Frau DI Sandra Klingelhöfer (Leiterin Naturschutz LAND NÖ) schilderten die Herausforderungen beim Biodiversitätsschutz in Zeiten der Polykrise. Herr Holzer berichtete über die letzten Bemühungen, die Österreichische Biodiversitätsstrategie 2030, welche bereits im Vorjahr präsentiert wurde, nach mehreren langwieirigen Konsultationen auch mit einem Beschluss des Ministerrates handfester zu verankern.  Frau Klingelhöfer stellte in ihrem Vortrag die Arbeit der Naturschutzabteilung vor und ging dabei auch auf die Stärkung der Rolle des Naturschutzes ein.

Die Podiumsdiskussion mit Bgm. Haid, Prof. Gerald Steiner (Universität für Weiterbildung Krems), Dr. Heidi Wittmer, DI Christian Holzer und Frau DI Sandra Klingelhöfer führte zur Herausforderung, wie wir Menschen verschiedener Herkunft, Prägung, Kultur usw. zu einem gemeinsamen Bild über das gute Leben der Zukunft kommen.

Am Ende gaben die anwesenden Mitglieder des Österreichischen Biodiversitätsrates ihre Statements zur Notwendigkeit des Artenschutzes und des Erhalts und der Wiederherstellung von Biodiversität & Ökosystemleistungen auf der Bühne ab.

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Mag.a Yvona Asbäck, MBA
Koordinatorin
yvona.asbaeck@donau-uni.ac.at
+43 (0)2732 893 2327

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Partner der Tage der Biodiversität 2022

Das Forum zu Biodiversität & Ökosystemleistungen wird im Projekt ÖKOLEITA co-finanziert.