Netzwerk Biodiversität Österreich

Ziele und Aufgaben des Netzwerks

Wissen stärken – Wissen vermitteln – Sichtbarkeit und Wirkung erhöhen

Im Rahmen des Projektes „Biodiversitäts-Hub“ an der Donau-Universität Krems wurde Ende 2017 mit dem Aufbau des Netzwerk Biodiversität Österreich begonnen. Das Netzwerk Biodiversität Österreich versteht sich als Open Community. Interdisziplinär für die unterschiedlichsten Fachdisziplinen und transdisziplinär für Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, NGOs und Zivilgesellschaft. Gemeinsames Ziel ist die Stärkung der Biodiversität und deren Ökosystemleistungen in Österreich.

Alle die an diesem Ziel arbeiten, sind herzlich eingeladen, im Netzwerk mitzuwirken!

Am 1. März 2018 fand in Krems der Kick-off zum Netzwerk Biodiversität Österreich statt, an dem Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen der Biodiversität teilgenommen haben. Hier wurden u.a. erste Erwartungen an ein Netzwerk zur Biodiversität formuliert.

Neben den klassischen Netzwerkaufgaben wie Vernetzung, Kommunikationsdrehscheibe, Möglichkeit zum Austausch über aktuelle Themen, liegt die Betonung auf der Notwendigkeit von Inter- und Transdisziplinarität. Als wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt wird das Definieren des Forschungsbedarfs im Bereich Biodiversität & Ökosystemleistungen sowie die Stärkung der Forschungsförderung gesehen. Das Netzwerk soll weiters Ansprechpartner für Politik, Presse und Öffentlichkeit sein, mit starkem Fokus auf Wissenstransfer in Politik und Gesellschaft. Eine Expert_innen-Datenbank (Kompetenzlandkarte) zur Unterstützung dieses Wissenstransfers wird als sinnvoll und notwendig erachtet. Der Installierung einer Biodiversitäts-Datenbank für Österreich wird, als wesentliches Kernelement und Arbeitsbasis des Netzwerks, ein wichtiger Stellenwert eingeräumt.

Der Biodiversitäts-Hub als Koordinationsstelle des Netzwerk Biodiversität Österreich möchte mit unterschiedlichen Serviceangeboten Wissen und Bewusstsein zu Biodiversität und Ökosystemleistungen in Österreich stärken.

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Info

MEA – The Millennium Ecosystem Assessment​

  • Globale Studie der Vereinten Nationen zur Bewertung der Ökosysteme
  • Umfangreichste bislang erstellte wissenschaftliche Studie zur Entwicklung des Zustandes (Status und Trend) von Ökosystemen auf der Erde und ihren
    Leistungen für das menschliche Wohlbefinden
  • Zusammenhang zwischen Biodiversitätsverlust und Ökosystemleistungen
  • Von mehr als 1300 Wissenschaftler_innen aus 95 Ländern erstellt
  • Abschlussbericht 2005 – 4 Themenberichte:
    – Zustand und Entwicklung der Ökosysteme und ihrer Leistungen in die letzten 50 Jahren
    – Zukunfts-Szenarien bis 2050
    – Reaktionsmöglichkeiten
    – Bewertungen auf sub-globaler Ebene

Ergebnisse:

  • 2/3 der weltweiten Ökosystemleistungen sind in einem schlechten Zustand
  • Nie zuvor wurden Ökosysteme stärker verändert und belastet wie in den letzten 50 Jahren
  • Schäden und Veränderungen von heute werden tiefgreifende Auswirkungen in der Zukunft und auf zukünftige Generationen haben

Info

MEA – The Millennium Ecosystem Assessment​

  • Globale Studie der Vereinten Nationen zur Bewertung der Ökosysteme
  • Umfangreichste bislang erstellte wissenschaftliche Studie zur Entwicklung des Zustandes (Status und Trend) von Ökosystemen auf der Erde und ihren
    Leistungen für das menschliche Wohlbefinden
  • Zusammenhang zwischen Biodiversitätsverlust und Ökosystemleistungen
  • Von mehr als 1300 Wissenschaftler_innen aus 95 Ländern erstellt
  • Abschlussbericht 2005 – 4 Themenberichte:
    – Zustand und Entwicklung der Ökosysteme und ihrer Leistungen in die letzten 50 Jahren
    – Zukunfts-Szenarien bis 2050
    – Reaktionsmöglichkeiten
    – Bewertungen auf sub-globaler Ebene
 

Info

MEA – The Millennium Ecosystem Assessment​

  • Globale Studie der Vereinten Nationen zur Bewertung der Ökosysteme
  • Umfangreichste bislang erstellte wissenschaftliche Studie zur Entwicklung des Zustandes (Status und Trend) von Ökosystemen auf der Erde und ihren
    Leistungen für das menschliche Wohlbefinden
  • Zusammenhang zwischen Biodiversitätsverlust und Ökosystemleistungen
  • Von mehr als 1300 Wissenschaftler_innen aus 95 Ländern erstellt
 

Variabilität innerhalb derselben Art 

Eine hohe genetische Vielfalt bedeutet eine höhere Widerstands- und Anpassungsfähigkeit bei sich ändernden Lebens- und Umweltbedingungen oder gegenüber äußeren Bedrohungen und Störungen wie Krankheitserreger, Klimawandel oder Umweltverschmutzung und ist wichtig zur Vermeidung von Inzucht.

Vielzahl an unterschiedlichen Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen

Weltweit sind 1,75 Millionen Arten wissenschaftlich erfasst1, die tatsächliche Artenanzahl ist unbekannt. Die Schätzungen liegen zwischen 2,5 bis 30 Millionen Arten weltweit. Österreich ist für Europa ein relativ artenreiches Land, Grund sind die zentrale Lage und die vielseitige Landschaftsstruktur. Hier kommen ca. 67.000 Arten vor, davon sind 46.000 Tier-, 10.000 Pilz-, 3.000 Farn- und Blütenpflanzen-, 2.000 Flechten- und über 1.000 Moosarten.

Vielzahl an unterschiedlichen Lebensräumen mit unterschiedlicher Artenzusammensetzung und darin ablaufender Prozesse

Ein Ökosystem wird gebildet aus Biotop (bestimmter abgegrenzter Lebensraum einer Lebensgemeinschaft) und Biozönose (Biologie der Lebensgemeinschaften von Lebewesen innerhalb eines Biotops). Es ist also ein Wirkungsgefüge von Lebewesen untereinander und mit ihrer Umwelt. In Österreich kommen ca. 500 verschiedene Biotoptypen vor. Ökosysteme sind u.a. Flüsse, Wälder oder Wiesen, je nach Betrachtungsweise können dies jedoch auch kleinräumigere Strukturen wie z.B. abgestorbene Baumstämme oder Wasserpfützen sein. Die Vielfalt an Ökosystemen ist Voraussetzung für die Artenvielfalt und die Genetische Vielfalt.

Genetische vielfalt

Variabilität innerhalb derselben Art

Eine hohe genetische Vielfalt bedeutet eine höhere Widerstands- und Anpassungsfähigkeit bei sich ändernden Lebens- und Umweltbedingungen oder gegenüber äußeren Bedrohungen und Störungen wie Krankheitserreger, Klimawandel oder Umweltverschmutzung und ist wichtig zur Vermeidung von Inzucht.

Im Rahmen des Forums Biodiversität und Ökosystemleistungen veröffentlichte der Österreichische Biodiversitätsrat am 18. Dezember 2019 fünf Kernforderungen zum Schutz der Biodiversität Österreichs.

Begründung

Eine intakte Natur ist die Grundlage für gesellschaftliches Wohlergehen. Sie schützt vor Naturgefahren, sichert die Nahrungsmittelproduktion und bedeutet lebenswerte Landschaften (IPBES 2019). Dies gilt besonders in der augenblicklichen Klimakrise.

Die über viele Jahrmillionen durch Evolution entstandene Biodiversität – also die Vielfalt der Arten mitsamt ihrer genetischen Variation und die Vielfalt der Lebensräume – nimmt in Österreich jedoch drastisch ab. So sind in nur 20 Jahren 42 % der Brutvögel der österreichischen Kulturlandschaft verloren gegangen (Birdlife), etwa jede dritte Art steht auf der Roten Liste in Österreich (Umweltbundesamt 2019) und ist damit bedroht, und 82 % aller Arten sowie 79 % der Lebensräume der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sind in einem ungünstigen Erhaltungszustand (Umweltbundesamt 2016).

Die derzeitigen Zielsetzungen, Strategien und Gegenmaßnahmen reichen bei Weitem nicht aus, um Österreichs Biodiversität für die nächsten Generationen zu erhalten. Die wissenschaftlichen Befunde sind eindeutig, fundierte Vorschläge für Maßnahmen liegen vor und müssen umgehend politisch Berücksichtigung finden.

Daher fordert der österreichische Biodiversitätsrat von Bundesregierung und Nationalrat, sowie von allen weiteren politischen Gremien (Landtagen, Bezirksräten, Gemeinderäten), der Stimme der österreichischen Wissenschaft Gehör zu schenken und rasch konkrete und effektive Maßnahmen zu beschließen und umzusetzen.

Kernforderungen

Der aus renommierten UmweltforscherInnen bestehende österreichische Biodiversitätsrat stellt angesichts der oben dargestellten dramatischen Lage fünf Kernforderungen, um einen Stopp des Biodiversitätsverlusts in Österreich bis spätestens 2030 zu erreichen:

  • 1 – „Biodiversitätskrise stoppen“

Der „Biodiversity Emergency“ ist durch den Nationalrat zu erklären und somit die Eindämmung der Biodiversitätskrise in Österreich und ihrer schwerwiegenden Folgen als politische Herausforderung höchster Priorität anzunehmen.

  • 2 – „Verpflichtungen tatsächlich einhalten“

Die europäischen und internationalen Verpflichtungen zum Schutz der Biodiversität sind tatsächlich und nachweislich einzuhalten.

  • 3 – „Zur naturverträglichen Gesellschaft werden“

Eine umfassende gesellschaftliche Transformation in Richtung Ökologisierung und Nachhaltigkeit zur Wahrnehmung der Verantwortung für künftige Generationen ist einzuleiten.

  • 4 – „Wissenschaft und Bildung stärken“

Die Biodiversitätsforschung und das entsprechende Lehrangebot an österreichischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen sind auszubauen und zu fördern.

  • 5 – „Einer biodiversitätsfördernden Landnutzung und Grüner Infrastruktur mehr Raum geben“

Die Landnutzung in Österreich muss Biodiversität nachweislich sichern und fördern, anstatt vernichten. Eine flächendeckende ökologische Infrastruktur muss strategisch geplant und zügig ausgebaut werden.

Erläuterungen der Kernforderungen zum Schutz der Biodiversität in Österreich

  • 1 – „Biodiversitätskrise stoppen“

Der „Biodiversity Emergency“ ist durch den Nationalrat zu erklären und somit die Eindämmung der Biodiversitätskrise in Österreich und ihrer schwerwiegenden Folgen als politische Herausforderung höchster Priorität anzunehmen.

  • Einrichtung eines nationalen Biodiversitätsfonds mit 1 Milliarde € zur Finanzierung konkreter Biodiversitätsschutzmaßnahmen.
  • Ein Stopp des Artenrückgangs in den letzten verbliebenen Naturlandschaften sowie den Kulturlandschaften Österreichs und die Verhinderung des Aussterbens von Arten in Österreich („Zero Extinction Austria“) sind als Priorität in Regierungsübereinkommen zu verankern und umzusetzen.
  • Der Schutz der Biodiversität und die nachhaltige Nutzung als zentrale Säulen für eine intakte Umwelt mitsamt ihren Ökosystemleistungen für eine nachhaltige Gesellschaft sind in allen politischen Handlungsfeldern zu verankern.
  • 2 – „Verpflichtungen tatsächlich einhalten“

Die europäischen und internationalen Verpflichtungen zum Schutz der Biodiversität sind tatsächlich und nachweislich einzuhalten.

  • Erarbeitung und Umsetzung einer nationalen Biodiversitätsstrategie 2030 mit klaren und verbindlichen Zielen zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen.
  • Tatsächliche Einhaltung internationaler Übereinkommen zum Schutz der Biodiversität wie der Biodiversitätskonvention (umweltbundesamt.at/
    biodiv_konvention
    ) und von EU-Direktiven wie Natura 2000.
  • Die Einhaltung europäischer und internationaler Verpflichtungen zum Schutz der Biodiversität muss regelmäßig überprüft werden und die Ergebnisse sind zu veröffentlichen. Bei Nichterfüllung sind umgehend korrigierende Maßnahmen zu setzen.
  • 3 – „Zur naturverträglichen Gesellschaft werden“

Eine umfassende gesellschaftliche Transformation in Richtung Ökologisierung und Nachhaltigkeit zur Wahrnehmung der Verantwortung für künftige Generationen ist einzuleiten.

  • Schaffung eines Bundesrahmennaturschutzgesetzes zur Stärkung des nationalen politischen Rahmens.
  • Schaffung eines starken eigenständigen Umweltministeriums, um Schutz und Förderung der Biodiversität national ganzheitlich umzusetzen.
  • Umsetzung einer sozial-ökologischen Steuerreform mit dem Ziel, Klima- und Biodiversitätsschutz gemeinsam und gleichrangig umzusetzen.
  • Verabschiedung eines Transparenzgesetzes zur Überprüfung der Auswirkungen von Investitionen und Gesetzen auf die Biodiversität.
  • 4 – „Wissenschaft und Bildung stärken“

Die Biodiversitätsforschung und das entsprechende Lehrangebot an österreichischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Fachhochschulen sind auszubauen und zu fördern.

  • Einrichtung eines nationalen Biodiversitätsforschungs-Programms nach dem Vorbild des österreichischen Klima- und Energiefonds (klimafonds.gv.at).
  • Errichtung eines nationalen Zentrums für Biodiversitätsdokumentation.
  • Etablierung eines funktionierenden Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Politik z.B. durch die Einführung eines wissenschaftlichen Dienstes im Nationalrat oder die Etablierung eines Umweltrates nach deutschem Vorbild (umweltrat.de).
  • Verstärkung der Ausbildung über biologische Zusammenhänge in Pflicht- und höherer Schule, verstärkte Erwachsenenbildung.
  • 5 – „Einer biodiversitätsfördernden Landnutzung und Grüner Infrastruktur mehr Raum geben“

Die Landnutzung in Österreich muss Biodiversität nachweislich sichern und fördern, anstatt vernichten. Eine flächendeckende ökologische Infrastruktur muss strategisch geplant und zügig ausgebaut werden.

  • Sicherung einer flächendeckenden naturverträglichen Landnutzung durch Umsteuern der Agrarpolitik (z.B. Ausbau der Säule 2 im Programm ÖPUL, naturschädliche Förderungen und Subventionen durch ausschließlich biodiversitätsneutrale oder -fördernde ersetzen)
  • Sicherung bzw. Aufbau von mindestens 10 % Biodiversitätsförderungsflächen in Kulturland und Wald in jeder Gemeinde Österreichs.
  • Reduktion des Flächenverbrauchs durch Verbauung von derzeit 11,8 ha täglich (umweltbundesamt.at/umweltsituation/raumordnung/
    rp_flaecheninanspruchnahme/
    ) auf maximal 2,5 ha (2025) und maximal 1 ha (2030) pro Tag.
  • Umsetzung von nationalen und regionalen Artenschutzprogrammen und verbesserte Finanzierung von Schutzgebieten.

Biodiversitätsrat
Der unabhängige Biodiversitätsrat des Netzwerks Biodiversität Österreich setzt sich aus ExpertInnen unterschiedlicher Fachdisziplinen sowie Institutionen aus Wissenschaft und Praxis zusammen. Ziel des Biodiversitätsrates ist es, das Ausmaß und vor allem die Folgen des Biodiversitätsverlusts in Österreich sowie wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze aufzuzeigen. Der Rat konstituierte sich im April 2019, im Juli 2019 wurde ein sechsköpfiges Leitungsteam gewählt. www.biodiversityaustria.at/biodivrat

Leitung: Franz Essl (Universität Wien, Department für Botanik und Biodiversitätsforschung), Christian Sturmbauer (Universität Graz, Institut für Biologie & ÖAW), Alice Vadrot (Universität Wien, Institut für Politikwissenschaft)

Stellvertr. Leitung: Irmgard Greilhuber (Universität Wien, Department für Botanik und Biodiversitätsforschung), Andreas Tribsch (Universität Salzburg, Fachbereich Biowissenschaften), Thomas Wrbka (Universität Wien, Department für Botanik und Biodiversitätsforschung)

Weitere Mitglieder:

  • Erna Aescht, Oberösterreichisches Landesmuseum, Biologiezentrum Linz
  • Thomas Drapela, Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, FIBL
  • Peter Englmaier, Universität Wien, Department für Limnologie und Bio-Ozeanographie
  • Veronika Gaube, Universität für Bodenkultur, Institut für Soziale Ökologie
  • Harald Grabenhofer, Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel
  • Elisabeth Haring, Naturhistorisches Museum Wien
  • Thomas Hein, Universität für Bodenkultur, Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, WasserCluster Lunz
  • Peter Huemer, Tiroler Landesmuseen
  • Erika Karner, Freiberufliche Landschaftsplanerin
  • Robert Ptacnik, Universität Wien, WasserCluster Lunz
  • Heimo Rainer, Naturhistorisches Museum Wien
  • Sigrid Ranger, Umweltdachverband
  • Johannes Rüdisser, Universität Innsbruck, Institut für Ökologie
  • Gerald Steiner, Donau-Universität Krems, Complexity Science Hub Vienna
  • Nikola Szucsich, Naturhistorisches Museum Wien, ABOL
  • Simon Vitecek, Universität für Bodenkultur, WasserCluster Lunz

Netzwerk Biodiversität Österreich
Das Netzwerk Biodiversität Österreich ist ein Zusammenschluss von Menschen und Institutionen, die sich gemeinsam für den Schutz und die Förderung der Biodiversität und deren Ökosystemleistungen in Österreich einsetzen. Das 2017 gegründete Netzwerk versteht sich als Open Community: interdisziplinär für die unterschiedlichen Fachrichtungen und transdisziplinär für Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, NGOs und Zivilgesellschaft. Aus dem Netzwerk heraus wurde 2019 der Biodiversitätsrat gegründet. www.biodiversityaustria.at

Koordinationsstelle:
Biodiversitäts-Hub, Donau-Universität Krems
Andrea Höltl
andrea.hoeltl@donau-uni.ac.at
+43 (0) 2732 8932 123

Unter Ökosystemleistungen versteht man de facto Produkte und auch Leistungen der Natur für das Wohlbefinden des Menschen. Die sind natürlich extrem vielfältig; fängt an mit sauberer Luft, sauberem Wasser, geht in Richtung Holz aber auch Erholungsleistung, in etwa wenn ich wandern oder skifahren gehe…
Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tappeiner
Ökosystemforscherin | Universität Innsbruck & Eurac Research
All das worauf Ökosystemleistungen beruhen ist Biodiversität, biologische Vielfalt. Denn die Ökosystemleistungen entstehen durch die Funktionen in Ökosystemen. Die Funktionen der Ökosysteme sind geprägt durch die Organismen, die in diesen Ökosystemen in Wechselwirkung miteinander und mit der abiotischen Umwelt stehen.
Univ.-Prof. Dr. Ulrike Tappeiner
Ökosystemforscherin | Universität Innsbruck & eurac Research

Ziele

Das Netzwerk leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von Biodiversität & Ökosystemleistungen

  • Wissen stärken
  • Wissen vermitteln
  • Sichtbarkeit und Wirkung erhöhen

Das Netzwerk ist ein offenes, gut funktionierendes Bindeglied zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik

  • Wachsendes Netzwerk
  • Einbindung unterschiedlicher Disziplinen und Gesellschaftsbereiche
  • Stärkung der internationalen Vernetzung

Das Netzwerk trägt deutlich zur Erhöhung der Forschungsleistung und damit zum Verständnis der Zusammenhänge im Bereich Biodiversität & Ökosystemleistungen bei

  • Forschungsbedarf identifizieren
  • Inter- und Transdisziplinarität forcieren
  • Verknüpfung mit anderen globalen Zielen wie SDGs, Pariser Klimaabkommen

Das Netzwerk bewirkt die stärkere Berücksichtigung der Bedeutung von Biodiversität und Ökosystemleistungen in wichtigen Entscheidungsprozessen

  • Bestehendes Wissen besser zugänglich machen
  • Expert_innen sind in politische und wirtschaftliche Entscheidungen eingebunden

Das Netzwerk schafft Möglichkeiten zur besseren Verfügbarkeit und verstärkten Nutzung von Daten zu Biodiversität & Ökosystemleistungen

  • Tools für praxisrelevante Nutzung schaffen
  • Daten werden verstärkt für Bewertung von Ökosystemleistungen genutzt
  • Langzeit-Verfügbarkeit garantieren

Aufgabe

Bestehendes Wissen wird besser an Entscheidungsträger_innen und an die Öffentlichkeit kommuniziert

  • Capacity Building
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Best Practice Guide

Das Netzwerk dient als Kommunikationsdrehscheibe und schafft neue Freiräume und Möglichkeiten

  • Vernetzung fördern
  • Austausch strukturiert ermöglichen
  • Ansprechstelle sein, national und international

Als Inkubator bietet das Netzwerk neue Optionen für gemeinsame (Forschungs)Projekte

  • Erstellung eines Science Plans
  • Initiierung inter- und transdisziplinärer Projekte im Themenfeld Biodiversität & Ökosystemleistungen
  • SFB: Formulierung eines Sonderforschungsschwerpunkts und Aufbau eines qualitative hochwertigen Konsortiums

Das Netzwerk fördert die vermehrte Anwendung des Wissens hinsichtlich des Werts von Biodiversität & Ökosystemleistungen bei relevanten Entscheidungen

  • Strategische und fachliche Begleitung der Entwicklung von Projekten auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene

Unter Einbindung unterschiedlicher Stakeholder wird eine geeignete Infrastruktur für eine Österreichische Biodiversitäts-Datenplattform aufgebaut und nutzbar gemacht

  • Auswahl einer geeigneten Datenplattform-Infrastruktur, die gegebenenfalls auch eine internationale Anbindung erlaubt
  • Orientierung an internationalen Standards zu Biodiversitäts-Daten
  • Verknüpfung von unterschiedlichen Datenbanken und -plattformen im Bereich Biodiversität & Ökosystemleistungen in Österreich